15 Min.

Die Geschichte des ersten Computers: Von Zuses Z3 zu Cloud & KI

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Service
Inhalt in Kürze:
  • Der erste funktionsfähige, programmgesteuerte Computer war die Zuse Z3, vorgestellt am 12. Mai 1941 in Berlin — 85 Jahre vor Cloud und KI.
  • Internationale Konkurrenten in der Debatte „Wer war zuerst?": Babbages Analytical Engine (1837, Entwurf), Colossus (1943, UK), ABC (1942, USA) und ENIAC (1946, USA).
  • Die Grundideen von 1941 — Binärsystem, Speicher, Programmsteuerung — stecken bis heute in jedem Cloud-Server und jedem KI-Modell.
  • Für Hamburger IT-Entscheider heißt das: Rechenleistung nicht mehr kaufen, sondern mieten — Cloud, Managed IT und KI-Agenten sind die logische Fortsetzung von Zuses Vision.

Am 12. Mai 1941 stellte ein 30-jähriger Ingenieur in einer Werkstatt in Berlin-Kreuzberg eine Maschine vor, die aussah wie ein Wandschrank und klang wie ein Telegraphenamt. Sie konnte multiplizieren, dividieren und Wurzeln ziehen. Niemand klatschte — die Welt hatte gerade andere Sorgen. Heute wissen wir: Konrad Zuse hatte dort den ersten funktionsfähigen Computer der Welt präsentiert.

Die Geschichte des ersten Computers ist keine Sammlung von Jahreszahlen. Sie ist die Geschichte einer Idee — Rechnen wird billig — und dieser Idee verdanken Sie Ihren Laptop, Ihre Cloud und bald Ihren KI-Agenten. Wer als Geschäftsführer oder IT-Leiter heute IT-Strategie plant, kann daraus mehr lernen als aus dem nächsten Gartner-Quadrant.

Was war der erste Computer?

Der erste Computer hängt von der Definition ab. Konrad Zuses Z3 (12. Mai 1941, Berlin) gilt als erster programmierbarer, vollautomatischer Rechner — elektromechanisch mit Relais. Colossus (1943, Bletchley Park) war der erste programmierbare elektronische Spezialrechner (Codeknacker). ENIAC (1945, Mauchly/Eckert, University of Pennsylvania) war der erste elektronische Universalrechner. Manchester Baby (1948, Williams/Kilburn) war der erste Computer mit gespeichertem Programm im Arbeitsspeicher.

Wer „den einen ersten” Computer ausruft, übersieht: Vier Maschinen aus drei Ländern erfüllen je ein anderes Kriterium. International setzt sich seit den 1960er-Jahren die Z3 als „erster funktionsfähiger, programmgesteuerter Rechner” durch (Computer History Museum, IEEE Annals of the History of Computing). Welche Definition Sie wählen, hängt davon ab, ob „programmierbar”, „elektronisch”, „Universalrechner” oder „Speicherprogramm” das Entscheidende ist.

Die vier „ersten Computer” im Vergleich

MaschineJahrErfinderLandTechnologieWofür „erster”?
Zuse Z31941Konrad ZuseDeutschlandElektromechanisch (2.600 Relais), Binär, GleitkommaErster programmierbarer, vollautomatischer Rechner
Colossus1943Tommy FlowersGroßbritannienElektronisch (1.500 Röhren), programmierbar per SchalterErster programmierbarer elektronischer Spezialrechner
ENIAC1945/46John Mauchly, J. Presper EckertUSAElektronisch (17.000 Röhren), DezimalErster elektronischer Universalrechner
Manchester Baby1948Frederic Williams, Tom KilburnGroßbritannienElektronisch, Williams-Röhre als RAMErster Computer mit gespeichertem Programm

Die Geschichte des Computers beginnt nicht 1941, sondern 1837

Bevor wir zu Konrad Zuse kommen: Die Idee eines programmierbaren Rechners ist älter. Der britische Mathematiker Charles Babbage entwarf 1837 die sogenannte Analytical Engine — eine mechanische, dampfgetriebene Maschine mit allem, was ein moderner Computer bis heute hat. Rechenwerk („mill”), Speicher („store”), Eingabe per Lochkarte, bedingte Sprünge im Programm. Laut Wikipedia scheiterte die Maschine nicht am Konzept, sondern an der Feinmechanik des 19. Jahrhunderts und an der Finanzierung.

Babbages Mitstreiterin Ada Lovelace schrieb für diese nie gebaute Maschine den ersten dokumentierten Algorithmus — die Berechnung von Bernoulli-Zahlen. Sie gilt damit als die erste Programmiererin der Welt, Jahrzehnte bevor es überhaupt Computer zu programmieren gab.

Was daraus lernen?

Die Analytical Engine war ihrer Zeit 100 Jahre voraus — und genau das ist ihr Problem gewesen. Wer in der IT zu früh auf die richtige Idee setzt (Cloud 2005, KI 2015), gilt erst als Spinner und dann als Visionär. Der Sweet Spot liegt dazwischen. Das gilt heute für KI-Tools in der Büro-Produktivität genauso.

Konrad Zuse und die Z3 — der erste Computer der Welt

Berlin, 1935. Konrad Zuse, gerade vom Bauingenieurstudium abgegangen, hatte keine Lust mehr auf Tabellenrechnen. In seinem eigenen Worten: „Ich war zu faul zum Rechnen.” Also baute er im Wohnzimmer seiner Eltern einen Rechner. Die Z1 (1938) war mechanisch, hatte 30.000 handgefeilte Bauteile und lief, wenn man Glück hatte, ein paar Sekunden zuverlässig.

Die Z2 (1939) tauschte mechanische Bauteile gegen gebrauchte Telefon-Relais. Stabiler, aber der Durchbruch fehlte. Dann kam die Z3: gebaut aus rund 2.600 Relais, Taktfrequenz 5 bis 10 Hertz, 64 Speicherplätze à 22 Bit. Am 12. Mai 1941 präsentierte Zuse die Z3 einer Handvoll Wissenschaftlern der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt. Laut ingenieur.de war das die Geburtsstunde des modernen Computers.

1941
Vorstellung der Z3 in Berlin
2.600
Relais statt Transistoren
5 Hz
Taktfrequenz — heute 5 GHz (×1 Mrd.)
64
Speicherwörter — heute 16 Mrd.

Warum die Z3 technisch ein Meilenstein war

Drei Eigenschaften machen die Z3 zum ersten echten Computer — nicht zur besseren Rechenmaschine:

  1. Binärsystem. Zuse rechnete konsequent mit Nullen und Einsen — nicht mit Dezimalzahlen wie Babbage oder die US-amerikanische Mark I. Das ist bis heute Standard.
  2. Gleitkommazahlen. Die Z3 konnte mit sehr großen und sehr kleinen Zahlen gleichzeitig rechnen — ein Feature, das kommerzielle Rechner erst 20 Jahre später zuverlässig beherrschten.
  3. Programmsteuerung. Programme kamen als gelochter Kinofilm in die Maschine. Jede Berechnungsfolge war austauschbar — anders als bei fest verdrahteten Rechnern.

Das Original wurde am 21. Dezember 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Konrad Zuse baute 1961/62 einen funktionstüchtigen Nachbau, der heute im Deutschen Museum in München steht.

Ich beschäftige mich jetzt seit über 30 Jahren mit IT. Und jedes Mal, wenn jemand sagt „der neue Server hält 10 Jahre", denke ich an Zuse. Die Z3 war 1941 die Weltspitze. Drei Jahre später war sie Schrott — nicht nur wegen der Bombe, sondern weil in den USA schon die ENIAC entstand. Rechenleistung hat ein Verfallsdatum. Deshalb empfehle ich KMU heute: Rechenleistung mieten, nicht kaufen.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Parallel in der Welt: Colossus, ABC und ENIAC

Während Zuse in Berlin-Kreuzberg an der Z3 schraubte, arbeiteten in Großbritannien und den USA mindestens drei weitere Teams an ähnlichen Projekten — ohne voneinander zu wissen.

Programmiererin am Laptop — moderne Nachfolger der Z3 lösen heute Rechenaufgaben, für die Zuse Tage brauchte
Was Zuse 1941 mit einem Raum voller Relais bewältigte, löst heute jedes Notebook im Sekundentakt.

Atanasoff-Berry-Computer (ABC, 1942)

John Atanasoff und Clifford Berry bauten an der Iowa State University den ersten rein elektronischen Digitalrechner der USA. Der ABC war kein Universalrechner — er konnte nur lineare Gleichungssysteme lösen. Aber er nutzte erstmals Elektronenröhren statt Relais. Ein Patentstreit zwischen Atanasoff und den ENIAC-Erfindern gab dem ABC 1973 nachträglich die juristische Krone als „erster elektronischer Computer” — auch wenn die Tech-Community die Z3 meist davor sieht.

Colossus (1943)

Im britischen Bletchley Park bauten Tommy Flowers und sein Team den Colossus — eine Maschine, die einzig und allein dazu da war, die deutsche Lorenz-Verschlüsselung zu brechen. Colossus nutzte 1.500 Elektronenröhren, war rein elektronisch und knackte Hitlers Kommunikation fast in Echtzeit. Das Projekt blieb bis in die 1970er Jahre geheim. Die Arbeit des Mathematikers Alan Turing am Vorgänger-Dechiffrierer Bombe war konzeptionell die Basis — und sein theoretisches Modell der Turing-Maschine (1936) liefert bis heute die Definition dessen, was ein Computer überhaupt ist.

ENIAC (1946)

Die US-amerikanische Electronic Numerical Integrator and Computer lief ab 1946 an der University of Pennsylvania. 17.000 Elektronenröhren, 27 Tonnen, 174 m² Fläche, 150 Kilowatt Leistungsaufnahme — und rund 1.000-mal schneller als die Z3. ENIAC war der erste Computer, den die breite Öffentlichkeit wahrnahm. Laut planet-wissen.de maß er zehn mal 17 Meter — das ist die Grundfläche vieler Hamburger Server-Räume, die wir heute virtualisieren.

Warum das wichtig ist:

In Amerika dachte man noch lange, die ENIAC sei der erste Computer. Erst seit den 1960er-Jahren setzt sich international die Z3 als „erste funktionsfähige, programmgesteuerte Maschine" durch. Sie sehen: Selbst bei klaren technischen Kriterien entscheidet am Ende Marketing mit. Das gilt heute für KI-Tools genauso wie damals.

Der Zeitstrahl: Von der Z3 zu Cloud und KI

Wer die vergangenen 85 Jahre auf einen Blick sehen will, sieht das Muster: alle paar Jahre eine Verzehnfachung der Leistung bei sinkenden Kosten.

  1. 1837: Babbage Analytical Engine. Mechanischer Entwurf mit Rechenwerk, Speicher und Lochkarten — nie gebaut.
  2. 1936: Turing-Maschine. Alan Turing definiert mathematisch, was berechenbar ist. Fundament der Informatik.
  3. 1941: Zuse Z3. Erster funktionsfähiger, programmgesteuerter Computer. Binärsystem, Gleitkomma, Lochstreifen-Programm.
  4. 1943/44: Colossus. Briten brechen mit 1.500 Röhren die Lorenz-Verschlüsselung — rein elektronisch, geheim.
  5. 1946: ENIAC. USA baut den ersten universellen Elektronenröhren-Rechner. 27 Tonnen schwer. Erfinder: John Mauchly und J. Presper Eckert.
  6. 1947: Transistor (Bell Labs). Macht Computer 1.000-mal kleiner und zuverlässiger. Ohne ihn kein Smartphone.
  7. 1948: Manchester Baby. Williams und Kilburn bauen den ersten Rechner mit gespeichertem Programm im RAM — die Blaupause jedes modernen Computers.
  8. 1950: Zuse Z4. Erster kommerziell eingesetzter Computer der Welt, an der ETH Zürich geleast.
  9. 1964: IBM System/360. Erste Mainframe-Familie mit kompatibler Software — das Konzept „Plattform" wird geboren.
  10. 1971: Intel 4004. Erster Mikroprozessor. Ein Chip kleiner als ein Fingernagel, mehr Leistung als die Z3.
  11. 1977: Apple II. Personal Computer für Endkunden — IT verlässt die Rechenzentren.
  12. 1981: IBM PC. Startet das Zeitalter des Büro-Computers. MS-DOS wird zum Standard.
  13. 1991: World Wide Web. Tim Berners-Lee vernetzt Computer weltweit über HTTP — der Anfang des Internets für alle.
  14. 2006: Amazon Web Services startet. Cloud Computing wird zum Produkt — Rechenleistung wird Mietware.
  15. 2007: iPhone. Taschencomputer mit mehr Leistung als die gesamte NASA-Mondlandemission.
  16. 2022: ChatGPT. KI-Sprachmodelle werden massentauglich. Rechenleistung wird zur Intelligenz.

Jeder dieser Schritte hat die Kosten pro Rechenoperation mindestens verzehnfacht gesenkt. Was Zuse 1941 in 3 Sekunden löste, erledigt Ihr Taschenrechner heute in Nanosekunden.

Die Meilensteine als Checkliste — was jeder IT-Entscheider kennen sollte

Wenn Sie mit einem IT-Dienstleister über Strategie reden, hilft es, die Grundbegriffe einordnen zu können. Diese Checkliste fasst zusammen, was Sie in zehn Minuten Small-Talk beim Hamburger IT-Stammtisch nicht peinlich werden lässt:

  • Zuse Z3 (1941). Erster funktionsfähiger, programmgesteuerter Computer. Erfinder: Konrad Zuse. Heute: Nachbau im Deutschen Museum München.
  • Turing-Maschine (1936). Mathematisches Modell. Definiert bis heute, was berechenbar ist.
  • Von-Neumann-Architektur (1945). Programm und Daten im gleichen Speicher — Grundlage praktisch jedes modernen Rechners.
  • Moore'sches Gesetz (1965). Rechenleistung verdoppelt sich alle 18 bis 24 Monate. Gilt abgeschwächt bis heute.
  • Mainframe-Ära (1960er–80er). Große Rechner, Terminals. Viele IT-Konzepte von heute (Zugriffsrechte, Zeitscheiben) sind dort entstanden.
  • PC-Revolution (1977–1995). Computer landet auf jedem Schreibtisch. IT wird zur Standardressource.
  • Internet-Boom (1995–2005). Alles wird vernetzt. E-Mail, Web, E-Commerce werden Alltag.
  • Smartphone-Ära (2007–). Computer wird mobil und immer verfügbar. Das verändert Kundenverhalten grundlegend.
  • Cloud-Ära (2010–). IT wird als Dienstleistung bezogen. Server verschwinden aus dem Keller.
  • KI-Ära (2022–). Computer produzieren selbst Texte, Bilder, Code. Arbeitsbegriff verändert sich.

Aus der Praxis: Was Hamburger KMU aus 85 Jahren Computergeschichte lernen

Wir betreuen bei hagel IT-Services über 200 Unternehmen in Hamburg und Norddeutschland. In fast jedem Erstgespräch sehen wir dieselben zwei Fehler — beide haben direkt mit Computergeschichte zu tun.

Fehler 1: „Der Server muss 10 Jahre halten.” Das hätte Zuse 1941 auch gedacht. Drei Jahre später war die Z3 zerstört und längst überholt. Wir sehen bei Neukunden regelmäßig Server aus 2014, auf denen Windows Server 2012 R2 läuft — Support abgelaufen, Sicherheitslücken offen, kein Patch mehr verfügbar. Der Windows Server 2016 End of Support treibt aktuell viele Mittelständler in eine verspätete Cloud-Migration.

Fehler 2: „Cloud ist nur ein Hype.” Cloud ist das Gegenteil eines Hypes — sie ist der logische Endpunkt von allem, was Zuse, Babbage und Turing sich ausgedacht haben: Rechnen wird billig genug, um es zentral anzubieten. Laut dem Cloud Report 2025 des Bitkom laufen in Deutschland inzwischen 47 % aller IT-Anwendungen aus der Cloud — 2024 waren es noch 38 %. Wer jetzt noch einen Server in den Keller stellt, zahlt Infrastruktur, die er nicht braucht.

Moderner Arbeitsplatz mit Laptop und Notizbuch — was 1941 einen Raum füllte, passt heute auf jeden Schreibtisch
Das Prinzip ist seit 1941 gleich geblieben: Ein Programm steuert, was die Maschine tut — nur der Maßstab ist explodiert.

Wir hatten bis letzten Sommer einen Server im Keller, den seit 2015 keiner mehr angefasst hat. Als ich mit Jens das erste Gespräch hatte, hat er nur gefragt: Wissen Sie, was passiert, wenn der kaputtgeht? Ich wusste es nicht. Jetzt läuft alles in der Cloud, ich habe keinen Server mehr — und ich schlafe besser.

Frank Schröder · Geschäftsführer, Maschinenbau/Hydraulik, 35 Mitarbeiter

Der Brückenschlag: Was die Z3 mit Ihrer Cloud-Strategie zu tun hat

Die Grundideen von 1941 stecken bis heute in jeder modernen IT:

KonzeptZuse Z3 (1941)Heute (Cloud / KI 2026)
Rechner-Einheit1 Gerät, 1 RaumMillionen virtueller Instanzen weltweit
RechenzeitMinuten pro AufgabeMillisekunden, parallel skaliert
ZugriffsmodellEiner exklusivTausende gleichzeitig
Kosten pro Operation~10 Pfennigpraktisch null
ProgrammLochstreifenAPIs, Microservices, KI-Prompts
WartungIngenieur vor OrtProvider im Hintergrund, Sie merken nichts
AnschaffungWerkstatt-EigenbauAbo ab wenigen Euro/Monat

Die Richtung ist klar: Immer weniger selbst besitzen, immer mehr nutzen. Genau das ist die Idee hinter Managed IT Services und Cloud & Microsoft 365 — Sie mieten Rechenleistung als Dienstleistung, statt Hardware anzuschaffen, die in drei Jahren veraltet ist.

Das Wichtigste in einem Satz: Seit 1941 fällt der Preis pro Rechenoperation jedes Jahr. Wer IT kauft statt mietet, zahlt am Ende für Gestern. Wer Cloud und KI-Automatisierung nutzt, zahlt für Heute — und ist morgen flexibel.

KI 2026 — das ENIAC-Moment unserer Zeit

Wenn Sie heute in eine KI-Konferenz gehen, hören Sie dieselben Diskussionen wie 1946 rund um die ENIAC: Braucht man das? Ist das gefährlich? Wer soll das bezahlen? Unsere Antwort: Ja, ja, alle. Und wer wartet, bis die Frage geklärt ist, kommt zu spät.

Der Punkt ist nicht, jede KI zu nutzen. Der Punkt ist, den nächsten Produktivitätssprung nicht zu verpassen. Laut Bitkom sehen 82 % der deutschen Unternehmen die Cloud inzwischen als strategisch essenziell — für KI wird das schneller gehen.

Konkret heißt das für Hamburger KMU:

  • Microsoft Copilot in die Microsoft-365-Landschaft einbetten — der niedrigschwellige Einstieg.
  • KI-Chatbots auf der eigenen Website — siehe unser KI-Chatbot-Service.
  • Automatisierte Workflows über Power Automate oder n8n — repetitive Aufgaben verschwinden.
  • Security mit KI — moderne Endpoint-Lösungen erkennen Angriffe in Millisekunden, nicht Stunden.

Nicht jeder IT-Trend lohnt sich. Welche zu Ihrem Unternehmen passen — klären wir in 15 Minuten.

Kostenloses Erstgespräch mit Jens Hagel. Ohne Vertriebsdruck. In Hamburg oder per Teams.

Erstgespräch buchen →

Tool: In 2 Minuten sehen, was Ihre IT realistisch kosten sollte

Die Geschichte des Computers ist auch eine Geschichte der Kosten — und sie fallen seit 85 Jahren. Prüfen Sie mit unserem Kalkulator, ob Sie heute noch das zahlen, was für 2026 angemessen ist:

Fazit: Was Sie aus 85 Jahren Computergeschichte mitnehmen sollten

Drei Dinge, die sich seit 1941 nicht geändert haben:

  1. Wer zu früh ist, kassiert nichts — wer zu spät ist, aber auch nicht. Zuse war zu früh mit der Z3, IBM war zur richtigen Zeit. Cloud war 2005 zu früh, heute ist sie Mainstream. KI war 2020 Nerd-Thema, ab 2024 Pflicht.
  2. Besitz ist ein Kostentreiber, Nutzung ist ein Profit-Center. Ein Server im Keller ist Anlagevermögen mit Abschreibung und Wartungskosten. Die gleiche Leistung aus der Cloud ist ein Betriebsmittel — flexibel, skalierbar, transparent.
  3. Technologie ändert sich alle 10 Jahre, Prinzipien nicht. Binärsystem, Programmsteuerung, Zuverlässigkeit — das war 1941 wichtig und ist es 2026. Ob Ihr Rechner jetzt in Berlin-Kreuzberg oder in einem Azure-Rechenzentrum in Frankfurt steht, ist fast zweitrangig.

Wenn Sie das nächste Mal am Deutschen Museum in München vorbeikommen: Schauen Sie sich die Z3 zehn Minuten an. Und überlegen Sie danach, was Ihr Unternehmen in fünf Jahren noch selbst betreiben muss — und was in die Cloud gehört.

Wir helfen Ihnen, das zu sortieren. Als IT-Systemhaus aus Hamburg betreuen wir seit über 20 Jahren Mittelständler — und sehen jeden Tag, welche IT-Strategien funktionieren und welche nicht.

Ihre IT ist älter als Sie wollen — oder jünger als Sie denken?

15 Minuten Erstgespräch. Wir sagen ehrlich, was in Ihrem Unternehmen die größten IT-Hebel sind. Kein Verkaufsgespräch, kein Vertriebsdruck.

Erstgespräch buchen →
Jens Hagel
Gründer & Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

Thorsten Eckel

«Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.»

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
Deutschlands beste IT-Dienstleister 2026 — brand eins / Statista
Bester IT-Dienstleister
2026 — brand eins / Statista
Fallstudie · Gesundheit
Vom IT-Chaos zur sicheren Praxis: Einblicke in unsere Infrastruktur-Analyse (ISA) am Beispiel einer Therapiepraxis
Ausgezeichnete Bewertung
Basierend auf 46 Bewertungen

„Wir arbeiten seit einiger Zeit mit hagel IT zusammen und sind absolut zufrieden. Das Team ist kompetent, freundlich und immer schnell zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Besonders schätzen wir die individuelle Beratung, den zuverlässigen Support und die modernen IT-Lösungen, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein rundum professioneller Partner, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen können!"

Robin Koppelmann
Kostenlos & unverbindlich

IT-Herausforderungen? Wir helfen.

Sprechen Sie mit unseren Experten — 15 Minuten, kostenlos, kein Vertriebsdruck.

Häufig gestellte Fragen

Der erste funktionsfähige, frei programmierbare Digitalrechner war die Z3 von Konrad Zuse, präsentiert am 12. Mai 1941 in Berlin. International werden auch Charles Babbages Analytical Engine (1837, nie fertiggestellt), Colossus (1943, Tommy Flowers), der Atanasoff-Berry-Computer (1942) und die ENIAC (1945, Mauchly/Eckert) als Meilensteine diskutiert. Welchen man als ersten Computer anerkennt, hängt von der Definition ab.

Die Zuse Z3 (12. Mai 1941, Berlin) war der erste vollautomatisch programmierbare Rechner — Programmsteuerung erfolgte per gelochtem Kinofilm. Colossus (1943) war der erste programmierbare elektronische Computer, allerdings als Spezialrechner zum Codeknacken. ENIAC (1945) war der erste programmierbare elektronische Universalrechner — anfangs mit Steckkabeln, ab 1948 mit Lochkarten-Programmen.

Die Z3 von Konrad Zuse wurde am 12. Mai 1941 in Berlin-Kreuzberg der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie gilt als der erste funktionsfähige, programmgesteuerte Rechenautomat der Welt. Vorgänger waren die mechanische Z1 (1938) und die Z2 (1939).

Das Manchester Baby (offiziell: Manchester Small-Scale Experimental Machine, SSEM), gebaut von Frederic Williams und Tom Kilburn an der Universität Manchester, lief erstmals am 21. Juni 1948. Es war der erste Computer, der ein Programm im elektronischen Arbeitsspeicher (Williams-Röhre) hielt — das von-Neumann-Prinzip, auf dem bis heute jeder Rechner basiert.

Ein funktionstüchtiger Nachbau der Z3, den Konrad Zuse 1962 selbst angefertigt hat, steht im Deutschen Museum in München. Das Original wurde 1943 bei einem Bombenangriff auf Berlin zerstört. Der Nachbau ist zeitweise Teil der Dauerausstellung Informatik. Das Deutsche Technikmuseum Berlin zeigt einen Nachbau der Z1 (1989 von Zuse selbst gebaut).

Die Z3 (1941, Konrad Zuse, Deutschland) arbeitete elektromechanisch mit 2.600 Relais, hatte 5 Hertz Taktfrequenz und nutzte bereits Binärsystem und Gleitkomma-Arithmetik. Die ENIAC (1945, John Mauchly und J. Presper Eckert, University of Pennsylvania) war rein elektronisch mit rund 17.000 Elektronenröhren, rechnete dezimal und war etwa 1.000-mal schneller — aber wurde anfangs durch Umstecken von Kabeln „programmiert”, nicht durch ein gespeichertes Programm.

Der britische Mathematiker Charles Babbage entwarf bereits 1837 die Analytical Engine — eine mechanische, programmierbare Rechenmaschine mit Lochkarten, Speicher und Rechenwerk. Sie wurde zu Lebzeiten nie fertiggestellt, gilt aber konzeptionell als erster echter Computerentwurf. Ada Lovelace schrieb dafür den ersten dokumentierten Algorithmus.

Sie zeigt ein klares Muster: Rechenleistung wird alle paar Jahre billiger, kleiner und zugänglicher — von tonnenschweren Großrechnern über PCs bis zur Cloud und KI. Wer als Mittelständler IT-Strategie plant, sollte nicht Hardware kaufen, die in drei Jahren veraltet ist, sondern in skalierbare Cloud- und Managed-Modelle investieren.

Die Zuse Z4 gilt als der erste kommerziell verkaufte Rechner der Welt. Ab 1950 war sie an der ETH Zürich im Einsatz, geleast von Eduard Stiefel. In den USA folgten UNIVAC I (1951) und IBM 701 (1952). Zuse gründete 1949 die Zuse KG — die erste deutsche Computerfirma.

Wichtige Etappen: ENIAC 1946, Transistor 1947, IBM-Mainframes 1960er, Apple II und der Personal Computer ab 1977, IBM PC 1981, Windows 1985, Internet-Massennutzung ab 1995, iPhone 2007, Cloud Computing ab 2010, KI-Sprachmodelle ab 2022. Jeder Schritt hat die Rechenleistung mindestens verzehnfacht bei sinkenden Kosten.